Dokumentenscanner Test

Plustek SmartOffice PS30D Test

Testbericht vom 8. Januar 2019

Der Plustek SmartOffice PS30D ist der günstigste Top-Scanner im Test und kann für Privatanwender – vor allem, da er recht klein ist – durchaus eine gute Option sein. So scannt der Dokumentenscanner schneller als etwas der ScanSnap iX500 von Fujitsu. Doch an einigen Stellen konnte das Gerät nicht überzeugen.

Plustek SmartOffice PS30D
Plustek SmartOffice PS30D

Testbericht Plustek SmartOffice PS30D

Lieferumfang

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Ausstattung und erster Eindruck

Abgesehen von dem Plastik-Ausgabefach ist der Plustek SmartOffice PS30D durchaus vorzeigbar. Im Vergleich zu anderen Dokumentenscannern ist das Gerät relativ klein und mit nur 1,9 kg der leichteste Scanner im Test.

Der Papiereinzug fasst 50 Blatt, was für die private Nutzung, Freiberufler im Home Office und kleine Büros in den meisten Fällen ausreichen müsste. Das Gerät beherrscht beidseitiges Scannen, hat jedoch nur einen USB-2.0-Anschluss und keine WLAN-Funktionalität.

Der SmartOffice PS30D ist für einen täglichen Durchsatz von bis zu 3.000 Blatt ausgelegt, womit er etwa den Preis-Leistungs-Sieger (Fujitsu ScanSnap iX500) deutlich übertrifft; dieser hat einen täglichen Durchsatz von lediglich 250 Blatt.

Der Dokumentenscanner unterstützt Windows und Mac. Linux-Nutzer bleiben leider außen vor.

Im folgenden Abschnitt erfährst du, weshalb die Software mich nicht richtig überzeugt hat.

Bedienung und Handhabung in der Praxis

Die Bedienung des Plustek SmartOffice PS30D läuft intuitiv. Das Einzugsfach ist einmal ausziehbar, das Ausgabefach lässt sich einmal ausklappen. Im Vergleich zu anderen Scannern, bei denen die Dokumentenfächer bis zu viermal ein- oder ausgeklappt werden müssen, ist dies sehr angenehm. Leider ist das Plastik-Ausgabefach alles andere als schön anzusehen.

Das Bedienfeld ist einfach gehalten: Es gibt eine eindeutige, große Scantaste sowie die beiden Tasten + und -.

Treiber und Software sind online sofort zu finden und lassen sich frei herunterladen. Die beiliegende PDF-Software ABBYY FineReader 12.0 Sprint hingegen findet sich nur auf der beiliegenden DVD und steht nicht online als Download zur Verfügung. In Zeiten von Ultrabooks und anderen Rechnern ohne DVD-Laufwerk ist dies sicherlich nicht im Sinne aller Nutzer.

Plustek bietet TWAIN- und ISIS-Treiber an, mit denen eingescannte Dokumente direkt von einer entsprechenden Software wie etwa Photoshop importiert werden können. Sehr lobenswert! (Für den Fujitsu ScanSnap iX500 etwa gibt es keine entsprechenden Treiber.)

Nach der Installation ist ein Neustart des Rechners erforderlich
Nach der Installation ist ein Neustart des Rechners erforderlich.

Weniger gut ist hingegen die mitgelieferte Software: Diese ist nicht benutzerfreundlich, hat einen 90er-Jahre-Look und teilweise falsche Bezeichnungen. (Verzeichnisname ist eigentlich Dateiname; der Dateiname-ändern-Button wurde Installation genannt.

Zu viele Optionen und veraltete Benutzeroberfläche
SmartOffice PS30D: Viel zu viele Optionen und veraltete Benutzeroberfläche.

Während bei den Dateinamenvoreinstellungen ein sinnvolles Datumsformat (ISO-Standard als Präfix, z. B. 2019-02-17), lassen die Standardeinstellungen an anderer Stelle zu wünschen übrig: So muss Entfernung leerer Seiten beispielweise manuell aktiviert werden, außerdem ist der Scan-Modus mit den Voreinstellungen schwarz-weiß. Unschön ist auch ein anderes Phänomen, das ich von keinem anderen Dokumentenscanner kenne: Ohne eine Änderung der Standardeinstellung haben alle Scans dunkle Ränder.

Das größte Manko des Geräts ist jedoch die fehlende Möglichkeit, über die Scan-Software mit Hilfe von OCR-Texterkennung durchsuchbare PDF-Dateien zu erzeugen. Dies ist nur über die (kostenlos) beiliegende PDF-Software ABBYY FineReader Sprint möglich. In der Praxis ist der Umweg über eine externe Software jedoch sehr mühsam, weshalb ich Vielscannern dringend davon abrate. Falls du keine automatische Texterkennung benötigst, kannst du den SmartOffice PS30D durchaus in die engere Auswahl nehmen. Möchtest du jedoch, dass deine Scans automatisch in durchsuchbare PDFs umgewandelt werden, solltest du eher den Preis-Leistungs-Sieger Fujitsu ScanSnap iX500 in Erwägung ziehen.

Erwähnenswert ist außerdem, dass der Plustek SmartOffice PS30D im Vergleich zu anderen Dokumentenscannern sehr laut ist.

Plustek SmartOffice PS30D im Test

Für Privatanwender, das Home Office und kleine Büros ist der 50 Blatt fassende automatische Vorlageneinzug in den meisten Fällen völlig ausreichend.

Für den Test der Papierakzeptanz des Vorlageneinzugs musste der Plustek SmartOffice PS30D einen Stapel mit verschiedenen Papieren scannen, unter denen sich Kassenzettel, Zeitungsartikel, Magazin-Cover und Durchschlagpapier befanden. Die Dokumente hatten verschiedene Größen und Papierdicken, was für alle getesteten Dokumentenscanner eine schwierige Aufgabe war. Beim Scannen des Papierstapels machte der SmartOffice PS30D vier Fehler, was noch in Ordnung ist. Das Gerät hatte Probleme mit Kassenzetteln sowie schmalem und extrem langen Papier.

Wie im vorherigen Abschnitt ausgeführt, sind die Standardeinstellungen des Dokumentenscanners nicht optimal: Leere Seiten werden nicht entfernt, außerdem haben die Scans dunkle Ränder. Die Scan-Software konnte im Test nicht überzeugen, insbesondere da sie keine Möglichkeit bietet, im OCR-Modus zu scannen und so durchsuchbare PDF-Dateien zu erzeugen.

Plustek gibt in Sachen Scangeschwindigkeit an, dass der SmartOffice PS30D 30 Seiten pro Minute scannt. Im Test war der Scanner sogar ein wenig schneller und schaffte 33,33 Seiten pro Minute, womit das Gerät sogar schneller scannt als der Preis-Leistungs-Sieger Fujitsu ScanSnap iX500. In der Praxis relevant ist jedoch die Scangeschwindigkeit mit automatischer Texterkennung. Leider ist es mit dem Plustek SmartOffice PS30D beim Scannen nicht direkt möglich, Dokumente mittels OCR in durchsuchbare PDF-Dateien umzuwandeln. Zwar ist eine Texterkennung über die auf CD beiliegende PDF-Software ABBYY FineReader 12.0 Sprint möglich, doch im Alltag ist dieser zusätzliche Schritt zu umständlich und verlangsamt den Scan-Vorgang merklich.

Testergebnis Plustek SmartOffice PS30D: Pro & Contra

Plustek SmartOffice PS30D Dokumentenscanner

Plustek SmartOffice PS30D Dokumentenscanner
  • Günstigster Top-Scanner im Test
  • Gute Scan-Geschwindigkeit
  • Keine native OCR-Texterkennung (Nur via ABBYY FineReader Sprint)
  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Zum Angebot

Fazit

Der Plustek SmartOffice PS30D ist deutlich besser als viele ältere Dokumentenscanner und schlägt auch einige aktuelle Modelle. Die Scangeschwindigkeit ohne Texterkennung ist gut; die Papierakzeptanz – wenn nicht allzu exotische Formate gescannt werden – ebenfalls.

Das größte Manko des Dokumentenscanners ist die fehlende direkte Möglichkeit, mittels OCR-Texterkennung durchsuchbare ODF-Dateien zu erstellen. Wenn du diese Funktion ohnehin nur selten benötigst, reicht der Umweg über die beiliegende PDF-Software ABBYY FineReader 12.0 Sprint.

Wer seine Scans jedoch schnell und unkompliziert in durchsuchbare PDF-Dokumente umwandeln möchte, wird mit dem Preis-Leistungs-Sieger Fujitsu ScanSnap iX500 oder dem Testsieger Fujitsu fi-7160 mehr Freude haben.

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Technische Daten

Dokumentenscannermodell
Plustek SmartOffice PS30D
Papiereinzug (ADF)
50 Blatt
Scan-Geschwindigkeit laut Hersteller
30 Seiten pro Minute
Duplex (Beidseitiges Scannen)
Ja
Anschluss
USB 2.0
WLAN
Nein
Täglicher Durchsatz
3.000 Blatt
Betriebssysteme
Windows, Mac
Scan-Auflösung
600 dpi
Dateiformate
PDF, JPG, TIFF, Word, Excel

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Pro & Contra

  • Scan-Geschwindigkeit im Test:
    38,1 Seiten pro Minute
  • OCR-Texterkennung: Gut
  • Papierakzeptanz des Dokumenteneinzugs: Sehr gut
  • Bedienung: Befriedigend
  • Preis-Leistungs-Verhältnis: Gut
  • Schnellster OCR-Scan im Test
  • 1. Platz ➜ Dokumentenscanner-Testsieger
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Pro & Contra

  • Scan-Geschwindigkeit im Test:
    24,24 Seiten pro Minute
  • OCR-Texterkennung: Befriedigend
  • Papierakzeptanz des Dokumenteneinzugs: Sehr gut
  • Bedienung: Befriedigend
  • Preis-Leistungs-Verhältnis: Sehr gut
  • Preis-Leistungs-Sieger
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