Fujitsu ScanSnap S1300i im Test

So schlägt sich der Fujitsu ScanSnap S1300i Dokumentenscanner im Test.

Mit dem ScanSnap S1300i hat Fujitsu einen kleinen mobilen Dokumentenscanner auf den Markt gebracht, der es in sich hat. Im Test schlägt er sich in einigen Disziplinen sogar ähnlich gut wie die deutlich teureren stationären Modelle. Wie jeder mobile Dokumentenscanner bringt aber auch der S1300i ein paar kleineren Einschränkungen mit sich.

Fujitsu ScanSnap S1300i Dokumentenscanner

Testbericht Fujitsu ScanSnap S1300i

Im Testbericht gehe ich kurz auf die technischen Daten ein und zeige, was im Lieferumfang enthalten ist. Anschließend erfährst du, wie sich der ScanSnap S1300i im Test schlägt. Zu guter Letzt habe ich in einer Übersicht die Vor- und Nachteile des Scanners zusammengefasst und gebe ein kurzes Fazit.

Der Fujitsu S1300i ist übrigens eine leicht verbesserte Version des S1300 (ohne i) und scannt etwa 1,5 × schneller.

Technische Daten

Der Fujitsu ScanSnap S1300i scannt sechs Seiten pro Minute; der automatische Dokumenteneinzug fasst maximal zehn Blätter. Das Gerät wird über USB 2.0 mit dem Rechner verbunden. WLAN-Unterstützung oder einen LAN-Anschluss bringt der Scanner nicht mit. Strom bekommt der Dokumentenscanner entweder über das Netzteil oder über ein zweites USB-Kabel.

Lieferumfang

Im Lieferumfang enthalten sind:

Falls dein Rechner kein DVD-Laufwerk besitzt, kannst du dir die Software auch von der Fujitsu-Website herunterladen.

Test Fujitsu ScanSnap S1300i

Im Test schlägt sich der Fujitsu ScanSnap S1300i sehr gut und ist anderen mobilen Dokumentenscannern vor allem in Sachen Dokumenteneinzug überlegen. Trotzdem finden sich einige Aspekte, die unter Umständen gegen einen Kauf sprechen.

Foto Fujitsu ScanSnap S1300i

Betriebssysteme

Der Dokumentenscanner läuft unter Windows und auf dem Mac.

Linux wird offiziell nicht unterstützt, wobei der ScanSnap S1300i auf SANE bei den unterstützen Geräten gelistet wird.

TWAIN-Treiber

Für den ScanSnap S1300i gibt es leider keinen TWAIN-Treiber. TWAIN ist ein Standard zum Austausch von Daten zwischen Bildeingabegeräten und Programmen. So ist es mit dem ScanSnap S1300i nicht möglich, eingescannte Dokumente direkt aus PhotoShop zu importieren. Ohne den Zwischenschritt über den ScanSnap Manager läuft gar nichts. In der Praxis dürfte dies aber Privatanwender und auch die meisten Unternehmen gar nicht betreffen.

Installation

Als Ultrabook-Besitzer habe ich kein optisches Laufwerk. Zum Glück ist die benötigte Software im Netz schnell gefunden und ohne Probleme installiert. Wichtig ist lediglich der ScanSnap Manager, die anderen Programme müssen nicht zwingend installiert werden.

Software und Einstellungen

Der ScanSnap Manager sieht aus wie typische Software, die Anfang der 2000er Jahre auf den Markt gebracht wurde. Bei der Bedienung haben sich die Entwickler wenig gedacht: Dialoge müssen mehrfach bestätigt werden, die Einstellungen sind über viele Reiter verteilt und immer wieder merkt sich der ScanSnap Manager bereits getätigte Einstellungen nicht. Sobald die Software aber einmal richtig konfiguriert wurde, kann man schnell und problemlos scannen.

ScanSnap Manager

Die wichtigsten Einstellungen im ScanSnap Manager:

Scannen und OCR-Erkennung

Nach der Einrichtung des ScanSnap Managers verrichtet der Fujitsu ScanSnap S1300i seine Arbeit ohne jegliche Probleme. Sehr angenehm sind der automatische Dokumenteneinzug (ADF) mit einer Kapazität von 10 Blättern und die Tatsache, dass der Scanner selbstständig beide Dokumentenseiten scannt. Mit dem ADF und der Duplex-Funktionalität hebt sich der ScanSnap S1300i übrigens von den meisten anderen mobilen Dokumentenscannern ab.

In den Spezifikationen des S1300i gibt Fujitsu eine Scangeschwindigkeit von 6 Seiten pro Minute an.

Für den Testbericht habe ich den Fujitsu ScanSnap S1300i dreißig Seiten scannen lassen – und zwar mit einer Auflösung von 300 dpi. Beim Scannen im Simplex-Modus (einseitig) benötigte der Dokumentenscanner mit der beiliegenden ScanSnap Manager-Software für ein zehnseitiges Dokument exakt 6 Seiten pro Minute, beim beidseitigen Scannen im Duplex-Modus erledigte das Gerät den Scan mit 11,8 Seiten pro Minute. Damit hält der ScanSnap S1300i die Herstellerangaben ziemlich genau ein.

Leerseiten erkennt die Scannersoftware sehr gut und fügt sie nicht in die PDF-Datei ein. Die OCR-Texterkennung ist erste Sahne und hat auch mit kleinen Schriftarten keine Probleme. Allerdings benötigt der Scanner für die Texterkennung pro Seite etwa 3 Sekunden länger.

Damit der Text in den PDF-Dateien automatisch erkannt wird und du Abschnitte mit der Maus auswählen und kopieren kannst, musst du den ScanSnap Manager öffnen und im Reiter Dateiart den Punkt In durchsuchbare PDF konvertieren aktivieren.

WLAN

Der Fujitsu ScanSnap S1300i bringt keine WLAN-Funktionalität mit. In der Preisklasse ist das aber auch nicht zu erwarten.

Unterstützte Formate, Anwendungen und Cloud-Anbieter

Über den ScanSnap Manager können PDF-Scans nicht nur in einem Ordner gesichert, sondern auch direkt an einen Drucker weitergeleitet oder als JPG-, Word-, Excel- beziehungsweise PowerPoint-Datei abgespeichert werden.

Zudem kannst du Dokumente auch direkt in die Cloud senden. Dabei unterstützt Fujitsu folgende Dienste:

Getestet habe ich die Datenübertragung in die Cloud mit Dropbox, Evernote und Google Drive. Die versendeten Dokumente kamen bei allen drei Anbietern wie gewünscht in der Cloud an.

Preis-Leistungs-Verhältnis

Zwar scannt der Fujitsu ScanSnap S1300i langsamer als der Fujitsu ScanSnap iX500, dafür kostet er aber mit etwas 245,– Euro auch deutlich weniger als der Testsieger. Für den Preis kann man aber nichts falsch machen, weshalb der Fujitsu ScanSnap S1300i im Test als klarer Preis-Leistungs-Sieger hervorgeht.

Pro & Contra Fujitsu ScanSnap S1300i

Nur wenig spricht gegen den Fujitsu ScanSnap iX500. Der ScanSnap Manager ist ein wenig angestaubt und nicht wirklich benutzerfreundlich; in der Praxis hat man sich aber schnell an die veraltete Benutzeroberfläche gewöhnt. Und die Einstellungen muss man in der Regel ohnehin nur sehr selten ändern.

Falls du zwingend auf einen TWAIN-Treiber angewiesen bist, solltest du dir eher den Canon imageFORMULA P-215II anschauen. Im Alltag benötigen aber vermutlich nur wenige Anwender tatsächlich einen TWAIN-Treiber.

Die Vorteile des Fujitsu ScanSnap S1300i dürften nicht nur Privatanwender, sondern auch Geschäftsleute überzeugen, die einen handlichen Dokumentenscanner für unterwegs benötigen: Das ScanSnap S1300i ist wirklich unglaublich klein und kann ohne weiteres im Handgepäck transportiert werden. Er arbeitet leise, schluckt beinahe jedes Dokument und verursacht nur selten Papierstau. Besonders der im Verhältnis zu den stationären Dokumentenscannern geringe Preis macht den ScanSnap S1300i sehr attraktiv.

Fazit

Wenn du einen mobilen Dokumentenscanner suchst, der wenig Platz beansprucht und tadellos funktioniert, ist der Fujitsu ScanSnap S1300i die erste Wahl. Das Gerät scannt sehr zuverlässig, kommt mit den unterschiedlichsten Papierformaten klar und erkennt eigescannte Texte über die OCR-Funktionalität fehlerfrei.

Das gute Preis-Leistungs-Verhältnis macht den ScanSnap S1300i auch für Privatanwender interessant, die den Scanner zwar gar nicht auf Reisen nutzen wollen, aber nur wenige Dokumente scannen und nicht viel ausgeben möchten.