Fujitsu fi-7160 im Test

So schlägt sich der Fujitsu fi-7160 Dokumentenscanner im Test.

Der Fujitsu fi-7160 beeindruckt im Test mit einer sehr hohen Schnellgeschwindigkeit und einem automatischen Vorlageneinzug für komfortable 80 Blatt. Damit ist der Dokumentenscanner von Fujitsu gerade für kleine bis mittlere Unternehmen sehr interessant. Für Privatanwender hingegen dürfte der Fujitsu fi-7160 überdimensioniert sein; für zu Hause ist der deutlich günstigere Fujitsu ScanSnap iX500 völlig ausreichend.

Fujitsu fi-7160 Dokumentenscanner

Testbericht Fujitsu fi-7160

Der Fujitsu fi-7160 ist baugleich mit dem knapp 400,- Euro teureren Fujitsu fi-7260, der allerdings zusätzlich über eine integrierte Flachbetteinheit verfügt, mit der sich beispielsweise Buchseiten scannen lassen. Beginnen wir den Testbericht mit einem Blick auf die technischen Daten.

Technische Daten

Besonders positiv fallen der für 80 Blatt ausgelegte automatischer Vorlageneinzug und der intelligente akustische Papierschutz auf. Letzter überwacht den Papiereinzug mit einem Akustiksensor, der Geräuschmuster wie beispielsweise knitterndes Papier erkennt und den Papiereinzug bei Unregelmäßigkeiten unterbricht.

Wegen seiner kompakten Maße (300 mm × 170 mm × 163 mm) eignet sich der Fujitsu fi-7160 auch für Empfangstheken (beispielsweise in Arztpraxen) oder Arbeitsplätze mit wenig Platz.

Lieferumfang

Der Lieferumfang des Fujitsu fi-7160 umfasst:

Test Fujitsu fi-7160

Im Test punktet der Fujitsu fi-7160i vor allem mit seiner Scangeschwindigkeit und der Kapazität des Papiereinzugs. Der USB-3.0-Anschluss ist fast schon eine Besonderheit; nur wenige Dokumentenscanner verfügen über eine entsprechende Hochgeschwindigkeitsschnittstelle.

Auf der rechten Seite des Scanners befindet sich ein monochromes LCD-Display, mit dem das Gerät auch ohne Rechner bedient werden kann. Dass der Dokumentenscanner auch Haftnotizen, Belege, Lieferscheine, Durchschlagspapiere und sogar Plastikkarten mit einer Höhe von 1,4 mm scannen kann, macht ihn zum idealen Helfer im Büro. Die OCR-Funktionalität konnte im Test jedoch nicht vollständig überzeugen.

Fujitsu fi-7160 Test

Installation, Treiber und Software

Wie fast alle Bürodokumentenscanner funktioniert der Fujitsu fi-7160 nur mit Windowsrechnern. Mac und Linux werden leider nicht unterstützt. Immerhin stellt Fujitsu, anders als beim aktuellen Testsieger, dem Fujitsu ScanSnap iX500, für den Fujitsu fi-7160 mit PaperStream IP TWAIN- und ISIS-Treiber bereit. Damit funktioniert der Dokumentenscanner ohne spezielle Software und kann aus jedem beliebigen Programm wie beispielsweise Photoshop angesprochen werden.

Dem Gerät liegt außerdem das Programm PaperStream Capture bei. Die Software beherrscht grundlegende Bildbearbeitungsfunktionen, ermöglicht das Anlegen von Scannprofilen und scannt mit nur einem Klick in PDF, durchsuchbares PDF (OCR), TIFF, BMP und JPEG.

Die Software ScanSnap Manager funktioniert ebenfalls mit dem Fujitsu fi-7160 und ermöglicht es, Scans direkt in als Word-, Excel- oder Powerpoint-Datei sowie als E-Mail, Bild oder PDF zu speichern.

Die Treiber sind online verfügbar und können von der Fujitsu-Website heruntergeladen werden.

Testbericht: Scanvorgang

Gemäß der Spezifikation kann der Fujitsu fi-7160 im Simplex-Modus 60 Seiten pro Minute scannen. Die Angaben zur reinen Scanngeschwindigkeit sind korrekt; interessanter ist jedoch, wie lange der Dokumentenscanner für das Scannen und die Umwandlung in eine Datei benötigt. Hierfür braucht das Gerät im Test wie erwartet etwas länger: Im Simplex-Modus schafft der fi-7160 39,8 Seiten pro Minute, im Duplex-Modus sind es 39,7 Seiten. Dabei richtet der Scanner schief eingelegte Dokumente während des Einzugs korrekt aus.

Testbericht: OCR-Texterkennung

Für die Umwandlung in durchsuchbare PDF-Dateien benötigt der Fujitsu fi-7160 deutlich länger als für einen reinen Bildscann. Im Schnitt kommt das Gerät bei einem OCR-Scann auf 1 Minute und 28 Sekunden.

Leider konnte die OCR-Qualität im Test nicht überzeugen. Die mitgelieferte Software ABBYY FineReader erkannte zwar auch kleine serifenlose Schriften fehlerfrei, hatte allerdings mit Serifen-Schriften immer wieder Probleme.

Fazit: Testergebnis

Gerade für den Büroalltag, in dem häufig Dokumente gescannt müssen, ist der Fujitsu fi-7160i auf Grund der Scanngeschwindigkeit, dem Dokumenteneinzug mit einer Kapazität von 80 Blatt und dem hohen täglicher Durchsatz eine sehr gute Wahl. Unternehmen, die einen Dokumentenscanner mit WLAN benötigen, sollten zum Epson WorkForce DS-560 greifen, für Privatanwender dürfe der Testsieger ScanSnap iX500 ausreichen.