Epson WorkForce DS-510 im Test

So schlägt sich der Epson WorkForce DS-510 Dokumentenscanner im Test.

Wie die meisten anderen aktuellen Dokumentenscanner der gleichen Preisklasse besitzt der Epson WorkForce DS-510 einen automatischen Dokumenteneinzug und kann Dokumente im Duplex-Modus beidseitig eiscannen. Im Test konnte der DS-510 besonders mit seiner exzellenten OCR-Testerkennung beeindrucken. Und genau wie die Fujitsu-Dokumentenscanner und der Epson WorkForce DS-560 digitalisiert der DS-510 auch dünne Papiere oder Dokumente mit ungewöhnlichen Formaten ohne jegliches Murren.

Epson WorkForce DS-510 Dokumentenscanner

Testbericht Epson WorkForce DS-510

Falls du dich fragst, was der Unterschied zwischen dem Epson WorkForce DS-510 und dem Epson WorkForce DS-520 ist: Der Epson DS-510 scannt ein wenig langsamer als der DS-520, ist dafür aber bei der Texterkennung etwas besser.

Vom Epson WorkForce DS-560 unterscheidet sich der DS-510 hauptsächlich durch die fehlende WLAN-Funktionalität.

Im Testbericht schauen wir uns zunächst die technischen Daten an:

Technische Daten

Wie die meisten aktuellen Dokumentenscanner kann auch der Epson WorkForce DS-510 Dokumente im Duplex-Modus beidseitig einscannen. Leider ist es nicht möglich, digitalisierte Dokumente beim Scannen direkt auf einem USB-Stick abzuspeichern.

Ein klarer Minuspunkt ist die fehlende WLAN-Funktionalität. Zwar bietet Epson für den WorkForce DS-510 eine optionale Interface-Einheit an, mit der WLAN nachgerüstet werden kann. Doch der WLAN-Zusatz kostet auf Amazon stolze 300,– Euro. Falls du einen guten Dokumentenscanner suchst, der sich für den Einsatz in Netzwerken eignet, solltest du dir den Epson WorkForce DS-560 anschauen.

Zwar gibt Epson für den Vorlageneinzug ein Volumen von bis zu 50 Blatt an, tatsächlich fasst der ADF aber sogar 60 Blatt.

Lieferumfang

Im Lieferumfang sind enthalten:

Test Epson WorkForce DS-510

Das Design des DS-510 ist funktional und eher langweilig gehalten. Es dominieren gerade Linien, farbig sind nur der violette und der orangefarbene Knopf.

In Sachen Scan-Geschwindigkeit zeigt sich der Epson WorkForce DS-510 von seiner besten Seite und scannt so schnell wie kaum ein anderer Dokumentenscanner im Test. Für die Erstellung durchsuchbarer PDF-Dokumente benötigt der DS-510 deutlich länger als für einen reinen Bild-Scan.

Foto Epson WorkForce DS-510

Installation

Der WorkForce DS-510 läuft sowohl unter Windows als auch mit Apple OS X. Epson bietet zudem Twain- und ISIS-Treiber an, sodass eingescannte Dokumente direkt in entsprechende Schnittstellen unterstützende Bildbearbeitungsprogramme importiert werden können.

Firmware, Software und Treiber können von der Epson-Website heruntergeladen werden.

Linux-Nutzer sollten von einem Kauf des DS-510 absehen, da Epson keine Unix-Treiber anbietet.

Software und Einstellungen

Epson legt seinen Dokumentenscanner die Scan-Software Document Capture Pro bei. Die Benutzeroberfläche wirkt ein wenig angestaubt, doch immerhin ist das Programm übersichtlich und intuitiv bedienbar.

Mit Document Capture Pro kannst du beispielsweise die Reihenfolge der eingescannten Seiten ändern, einzelne Seite löschen oder Seiten aus einem anderen Dokument hinzufügen.

Aus irgendeinem nicht nachvollziehbaren Grund ist die Option Leere Seiten überspringen standardmäßig deaktiviert: Wenn du ein Papier scannst, das nur auf einer Seite bedruckt ist, enthält dein zweiseitiges Dokument eine Leerseite. Zum Glück lässt sich die seltsame Voreinstellung ändern; doch die entsprechende Stelle muss man in den Einstellungen erst einmal finden.

Eingescannte Dokumente lassen sich als (durchsuchbare) PDFs oder als JPG-, TIF-, DOCX-, PPTX- beziehungsweise XLSX-Datei abspeichern. Als Zielort kann ein Festplatten-Order, ein FTP-Verzeichnis oder ein E-Mail-Anhang angegeben werden.

Darüber hinaus unterstützt der Epson WorkForce DS-510 folgende Cloud-Dienste:

Testbericht: Scanvorgang

In den Spezifikationen gibt Epson eine Scangeschwindigkeit von 26 Seiten pro Minute an.

Für den Testbericht habe ich mit dem Epson WorkForce DS-510 dreißig Seiten mit 300 dpi gescannt. Beim einseitigen Scannen (Simplex) mit der beiliegenden Document-Capture-Pro-Software kam das Gerät auf 24,6 Seiten pro Minute. Im Duplex-Modus ist der DS-510 dafür sogar ein wenig schneller als angegeben: Pro Minute digitalisiert das Gerät 26,4 Seiten und ist damit eines der schnellsten Gerät im Dokumentenscannertest.

Die Erstellung durchsuchbarer PDF-Dokumente dauert etwas länger als ein Image-PDF-Scan: Der Scann-Prozess benötigt für einen OCR-Scan etwa ein Viertel mehr Zeit. Bei den meisten Dokumentenscannern verzögert die Texterkennung den Scan-Prozess sogar noch länger. Auf der anderen Seite beweist der ScanSnap iX500 von Fujitsu, dass der Scanprozess mit OCR nicht zwingend mehr Zeit beanspruchen muss.

Testbericht: OCR-Texterkennung

Für den OCR-Testbericht habe ich mit der FineReader-Software verschiedene Arial- und Times-New-Roman-Testseiten mit unterschiedlichen Schriftgrößen eingescannt. Genau wie der Epson WorkForce DS-560 erkennt der DS-510 beide Schriftarten auch in kleinen Schriftgrößen fehlerfrei.

Pro & Contra Epson WorkForce DS-510

Das größte Manko des WorkForce DS-510 ist die fehlende WLAN-Funktionalität. In dieser Preisklasse kann man WLAN-Unterstützung inzwischen durchaus erwarten. Weitere Kritikpunkte sind die unmoderne Benutzeroberfläche der Epson-Software und die fehlende Möglichkeit, Dateien direkt auf einem USB-Stick abzuspeichern. Preislich gesehen ist der DS-510 derzeit etwa 40,– Euro teuer als der Testsieger von Fujitsu.

Punkten kann der DS-510 dafür bei der Scan-Geschwindigkeit und der Qualität der OCR-Texterkennung. Vor allem bei der Texterkennung ist Epson den Canon-Dokumentenscannern weit voraus.

Fazit

Die Scan-Geschwindigkeit des DS-510 kann durchaus beeindrucken; die Qualität der OCR-Texterkennung ist erste Sahne. Doch obwohl der DS-510 minimal schneller ist als der Testsieger von Fujitsu, würde ich trotzdem eher den ScanSnap iX500 empfehlen. Denn der ist nicht nur günstiger, sondern kann auch über das WLAN genutzt werden.