Brother ADS-2600W im Test

So schlägt sich der Brother ADS-2600W Dokumentenscanner im Test.

Die Funktionen des ADS-2600W können sich sehen lassen: Das Gerät ist WLAN-kompatibel, verfügt über einen LAN-Anschluss, kann Scans direkt auf einem USB-Stick abspeichern und hat sogar einen farbigen Touchscreen. Trotzdem kann der Brother ADS-2600W im Test nicht überzeugen.

Brother ADS-2600W Dokumentenscanner

Testbericht Brother ADS-2600W

Betrachten wir im Testbericht zunächst die technischen Daten:

Technische Daten

Der Brother ADS-2600W kann nicht nur im WLAN genutzt werden, sondern verfügt als eines der wenigen Geräte im Test auch über einen LAN-Anschluss. Wie alle getesteten Dokumentenscanner kann der ADS-2600W Dokumente beidseitig scannen; der Vorlageneinzug ist für bis zu 50 Blatt ausgelegt. Das Gerät besitzt eine optische Scanauflösung von 600 dpi und kann Scans direkt auf einem USB-Stick abspeichern.

Die technischen Daten sind durchaus beeindruckend. Doch für die Praxis kann ich das Gerät nicht empfehlen.

Lieferumfang

Im Lieferumfang des Brother ADS-2600W sind enthalten:

Test Brother ADS-2600W

Im Büro fällt der Brother ADS-2600W nicht auf: Das Design ist bewusst nüchtern und funktional gehalten.

Foto Brother ADS-2600W

Installation

Der ADS-2600W unterstützt sowohl Windows- als Mac-Rechner. Brother bietet für Windows TWAIN-, ISIS- und WIA-Treiber an, für Mac-Anwender stehen TWAIN- und ICA-Treiber bereit. Linux-Nutzer können das Gerät mit SANE-Treibern nutzen.

Die Treiber kannst du von der Brother-Website heruntergeladen.

Software und Einstellungen

Der Brother-Dokumentenscanner unterstützt das LDAP-Protokoll und kann dadurch auf das Adressbuch eines LDAP-Servers zuzugreifen. Das erlaubt es, ein Adressbuch zentral zu verwalten und mit mehreren Dokumentenscannern zu nutzen.

Eine Besonderheit des ADS-2600W ist der Touch-Screen auf dem Gerät. Darüber ist es möglich, Scans in einem Dateiordner abzuspeichern, sie als Anhang einer E-Mail zu versenden oder sie zur Bearbeitung an Office- beziehungsweise Bildbearbeitungsprogramme zu schicken. Leider reagiert der Touch-Screen in der Praxis auf Berührung nur zeitverzögert und sehr träge.

Als Scan-Software liegt dem ADS-2600W das Brother Control Center bei. Die Benutzeroberfläche ist fürchterlich veraltet und die Bedienung verwirrend. Die Software hat so viele Schwächen, dass die Arbeit mit dem ADS-2600W keinen Spaß macht und frustrierend ist. Wie anwenderfreundliche Scan-Programme aussehen könnten, sieht man bei den Dokumentenscannern von Canon.

Eingescannte Dokumente können als (durchsuchbare) PDFs, JPGs oder TIFs abgespeichert werden. Über die Netzwerkschnittstelle ist es zudem möglich, Scans in einem Netzwerkorder oder auf einem FTP-Server zu sichern.

Der ADS-2600W unterstützt folgende Cloud-Dienste:

Testbericht: Scanvorgang

Laut Brother digitalisiert der ADS-2600W 24 Seiten pro Minute. Für den Testbericht habe ich dreißig Seiten mit einer Auflösung von 300 dpi gescannt. Im Simplex-Modus kam der Scanner auf 19,3 Seiten pro Minute, beim beidseitigen Scan war er mit 16,2 Seiten pro Minute ein wenig schneller, lag aber deutlich unter den Herstellerangaben. Die schlechten Performance-Werte haben vor allem zwei Ursachen: Zum einen reagiert das Menü nur sehr träge, zum anderen macht der Scanner im Duplex-Modus ständig kurze Pausen.

Auffällig ist auch, dass der ADS-2600W immer wieder mit Papierstau zu kämpfen hat, vereinzelt mehrere Blätter einzieht und Dokumente schräg einscannt.

Pro & Contra Brother ADS-2600W

Die Vorteile des ADS-2600W klingen erst einmal fein: WLAN-Kompatibilität, Touch-Display sowie LAN-Anschluss und die Möglichkeit, Dokumente auf einem USB-Stick abzuspeichern.

Doch die erschreckend häufig auftretenden Schwierigkeiten beim Dokumenteneinzug und die völlig veraltete Scan-Software sprechen eindeutig gegen den Brother ADS-2600W.

Fazit

Trotz der üppigen technischen Ausstattung kann ich den ADS-2600 nicht empfehlen. Wenn du auf einen LAN-Anschluss sowie die Möglichkeit, Dateien auf einem Stick zu sichern, verzichten kannst und den Dokumentenscanner nicht in einem Unternehmensnetzwerk einsetzt, würde ich dir den etwa gleich teuren Testsieger von Fujitsu empfehlen. Suchst du ein Gerät für ein Unternehmensnetzwerk, dann schau dir den Epson WorkForce DS-560 an.