Dokumentenscanner Test

Doxie Go SE Test

Testbericht vom 17. Januar 2019

Der Doxie Go SE hebt sich vor allem durch eine zeitgemäße und benutzerfreundliche Scan-Software von der Konkurrenz ab. Der mobile Dokumentenscanner sieht schick aus, ist WLAN-fähig und kann Scans mittels OCR-Texterkennung in durchsuchbare PDFs umwandeln.

Der Support ist extrem schnell: Bereits wenige Minuten nachdem ich eine E-Mail an den Hersteller verschickt hatte, bekam ich eine Antwort, in der meine sieben Fragen vollständig beantwortet wurden.

Im Test konnte der Doxie Go SE aber leider nicht so recht überzeugen. Was du vor dem Kauf dieses mobilen Scanners unbedingt wissen solltest und in welchen Fällen der Doxie Go SE für dich vielleicht trotzdem die beste Wahl ist, erfährst du in diesem Testbericht.

Doxie Go SE
Doxie Go SE

Testbericht Doxie Go SE

Lieferumfang

Doxie Go SE auf Amazon.de

Ausstattung und erster Eindruck

Kein anderer Dokumentenscanner konnte im Test einen so guten ersten Eindruck hinterlassen wie der Doxie Go SE. Das Gerät kommt in einer schicken Verpackung und das Auspacken (Unboxing) macht richtig Spaß. Der Dokumentenscanner selbst sieht schick aus und ist hochwertig verarbeitet. Mit lediglich 0,54 kg ist das Fliegengewicht der perfekte Begleiter für unterwegs und leichter als alle anderen Dokumentenscanner im Test. Von den Maßen her ist der Doxie Go SE kleiner als der Fujitsu ScanSnap S1300i, aber etwas größer als der Canon imageFORMULA P-208II.

Der Doxie Go SE besitzt keinen automatischen Vorlageneinzug (ADF). Es ist also nicht wie bei allen anderen getesteten Scanner möglich, einen aus mehreren Dokumenten bestehenden Papierstapel in einem Scanvorgang zu digitalisieren. Stattdessen muss jedes Blatt Papier einzeln eingelegt werden. Wie derzeit alle gängigen mobilen Dokumentenscanner ist der Doxie Go SE zudem nicht in der Lage, Dokumente im Duplex-Modus beidseitig zu scannen.

Das Gerät verfügt über einen USB-2.0-Anschluss und läuft sowohl auf Windows-Rechnern als auch auf Macs.

Im Gegensatz zu dem Testsieger unter den mobilen Dokumentenscannern (zum Beispiel Fujitsu ScanSnap S1300i) besitzt der Doxie Go SE WLAN-Funktionalität.

Im folgenden Abschnitt erfährst du, weshalb der Dokumentenscanner bei mir anfangs nicht funktionierte und wie ich ihn schließlich doch noch zum Laufen gebracht habe.

Bedienung und Handhabung in der Praxis

Die Inbetriebnahme des Doxie Go SE war leider gar nicht so einfach: Ich hatte anfangs Probleme, den Scanner zu nutzen und eine Verbindung einzurichten. Nach dem initialen Einschalten des Geräts leuchtet die Power-LED zunächst dauerhaft rot. Dies bedeutet, dass der Scanner (etwa sieben Stunden lang) geladen werden muss. Danach musst du unbedingt noch die SD-Karte einstecken, da der Scanner sonst nicht funktioniert. Der Doxie Go SE hat keinen internen Speicher und muss Scans deshalb direkt auf der Speicherkarte abspeichern. Ohne Speicherkarte als kein Scannen. Nach dem Scan-Vorgang müssen die Dokumente manuell mit der Software von der Speicherkarte auf den Rechner importiert werden.

Treiber (für Windows sowie Mac) und Software sind auf der benutzerfreundlichen Website des Herstellers erhältlich und leicht zu finden. Die Installation ist extrem einfach. Die Software hat eine moderne Benutzeroberfläche und ist intuitiv verständlich. Die OCR-Texterkennung ist standardmäßig aktiviert; allerdings musst du die Sprache für OCR noch auf Deutsch stellen. Die geht wie folgt:

EditPreferencesOCRLanguagesGerman

Die Software ließ sich übrigens als einzige im Test rückstandslos wieder deinstallieren.

TWAIN-Treiber bietet der Hersteller Apparent nicht an. Mit diesen Treibern wäre ein direkter Import eingescannter Dokumente in diese Standardschnittstelle unterstützende Software wie etwa Photoshop möglich.

Doxie Go SE im Test

Der Doxie Go SE hat keinen automatischen Vorlageneinzug, mit dem mehrere Dokumente in einem Schwung gescannt werden könnten. Wenn dir das wichtig ist, solltest du dir den Fujitsu ScanSnap S1300i anschauen.

Der Dokumenteneinzug konnte im Test nicht so recht überzeugen: Wenn ein A4-Papier leicht schräg eingelegt wird, passiert es leicht, dass das Dokument schräg eingezogen wird und es zum Papierstau kommt.

Die Standardeinstellungen der Scan-Software sind sinnvoll. Deutsche Nutzer müssen allerdings noch wie im letzten Abschnitt erläutert die Sprache der OCR-Texterkennung ändern. Die Software selbst war als einzige im Test wirklich zeitgemäß.

In Sachen Scangeschwindigkeit kann der Doxie Go SE vermutlich auch wegen des fehlenden automatischen Dokumenteneinzugs nicht mit anderen Dokumentenscannern mithalten. Im Test musste das Gerät 40 Seiten (einmal mit und einmal ohne OCR) digitalisieren. Dabei habe ich mir extreme Mühe gegeben, wirklich ohne Unterbrechung ein Blatt nach dem anderen zu scannen. Ohne OCT-Texterkennung schaffte der Doxie Go SE pro Minute 2,22 Seiten. Mit aktivierter Texterkennung sind es 2,11 Dokumente in der Minute. Zum Vergleich: Der Fujitsu ScanSnap S1300i ist mehr als doppelt so schnell. Die vom Hersteller angegebenen acht Seiten pro Minute hat der Doxie Go SE im Test leider nicht geschafft.

Auch die OCR-Texterkennung des Doxie Go SE konnte im Test nicht überzeugen. Das Gerät musste im Dokumentenscannertest vier unterschiedliche Textdokumente scannen. Anschließend wurde die Zahl der Fehler festgestellt:

Es fällt auf, dass der Dokumentenscanner starke Probleme bei der Texterkennung serifenloser Schriften. Bei den Fehlern handelt es sich meist um Umlaute oder einzelne Buchstaben, die fälschlicherweise dem vorherigen oder folgenden Wort hinzugefügt wurden.

Testergebnis Doxie Go SE: Pro & Contra

Doxie Go SE Dokumentenscanner

Doxie Go SE Dokumentenscanner
  • Moderne und leicht verständliche Software
  • Langsame Scan-Geschwindigkeit
  • OCR-Texterkennung mangelhaft
  • Mäßige Papierakzeptanz des Dokumenteneinzugs
  • Leichtester Dokumentenscanner im Test
Zum Angebot

Fazit

Für die Digitalisierung von Dokumenten zu Hause oder auf Reisen kann der Doxie Go SE durchaus eine gute Wahl sein: Wer sich einen platzsparenden Dokumentenscanner wünscht, nur selten einzelne DIN-A4-Seiten scannt, eine einfache und benutzerfreundliche Software bevorzugt und mit einer durchschnittlichen OCR-Texterkennung leben kann, wird den Doxie Go SE zu schätzen wissen. Vor allem wegen seines geringen Gewichts ist der Doxie Go SE ein guter Dokumentenscanner für den mobilen Gebrauch.

Doxie Go SE auf Amazon.de

Doxie Go SE Dokumentenscanner günstig kaufen

Technische Daten

Dokumentenscannermodell
Doxie Go SE
Papiereinzug (Kein ADF)
1 Blatt
Scan-Geschwindigkeit laut Hersteller
8 Seiten pro Minute
Duplex (Beidseitiges Scannen)
Nein
Anschluss
USB 2.0
WLAN
Ja
Betriebssysteme
Windows, Mac
Scan-Auflösung
600 dpi

Die besten Dokumentenscanner

Testsieger Fujitsu fi-7160

Fujitsu fi-7160

Fujitsu fi-7160 kaufen

Fujitsu fi-7160 kaufen

Pro & Contra

  • Scan-Geschwindigkeit im Test:
    38,1 Seiten pro Minute
  • OCR-Texterkennung: Gut
  • Papierakzeptanz des Dokumenteneinzugs: Sehr gut
  • Bedienung: Befriedigend
  • Preis-Leistungs-Verhältnis: Gut
  • Schnellster OCR-Scan im Test
  • 1. Platz ➜ Dokumentenscanner-Testsieger
Zum Angebot Fujitsu fi-7160 Test
Preis-Leistungs-Sieger Fujitsu ScanSnap iX500

Fujitsu ScanSnap iX500

Fujitsu ScanSnap iX500 kaufen

Fujitsu ScanSnap iX500 kaufen

Pro & Contra

  • Scan-Geschwindigkeit im Test:
    24,24 Seiten pro Minute
  • OCR-Texterkennung: Befriedigend
  • Papierakzeptanz des Dokumenteneinzugs: Sehr gut
  • Bedienung: Befriedigend
  • Preis-Leistungs-Verhältnis: Sehr gut
  • Preis-Leistungs-Sieger
Zum Angebot Fujitsu ScanSnap iX500 Test

Möchtest du bei neuen Dokumentenscanner-Tests benachrichtigt werden?